Alle für Digitalisierung? – Deutsche Unternehmen laut einer Studie in Sachen technische Assistenzsysteme für Senioren hinter Dänemark und den Niederlanden

Laut einer Studie mit rund 200 Ambient Assisted Living (AAL) Experten aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden stehen deutsche Unternehmer digitalen Assistenzsystemen eher kritisch gegenüber. Ingolf Rascher, Sprecher der Deutschen AAL Akademie – Bundesarbeitsgemeinschaft Ambient Assisted Living, stellte auf der Xpomet (21.-23. März 2018 in Leipzig) die Kernergebnisse der Studie vor:

Demnach würden unsere dänischen und niederländischen Nachbarn insbesondere den anwendungsorientierten Nutzen von AAL System sehen und Digitalisierung als große Chance begreifen, um bürokratische Hürden zu minimieren und den Ausbau sektorübergreifender Versorgungsformen voranzutreiben. Deutsche Unternehmen reagieren dagegen eher zögerlich und mit großen Bedenken hinsichtlich Datenschutz auf den digitalen Boom. Die deutschen Studienteilnehmer wiesen außerdem darauf hin, dass nicht nur wirtschaftliche Interessen, sondern verstärkt auch ethische Aspekte in den Mittelpunkt rücken sollten. Länderübergreifend sind die Erwartungen hoch, dass technische Assistenzsysteme insgesamt größere räumliche und zeitliche Flexibilität ermöglichen werden, wobei einheitlich angenommen wird, dass die Verwaltung am meisten, die Pflege dagegen am wenigsten digitalisierbar sei.

Zur branchenübergreifenden Diskussion des aktuellen (Rück-)Stands der digitalen Transformation im Gesundheitswesen lädt die SKC Beratungsgesellschaft am 13. Juni 2018 zum CEBIT d!talk healthcare No. 8 ein. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

VON Dipl.-Kauffrau Heike Kielhorn-Schönermark, Geschäftsführende Gesellschafterin und Beate Kasper, M.A. Soziologie

Quellen:
Ärztezeitung: Digitale Helfer – eher Vision denn Realität