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AMNOG zeigt beeindruckend seine Wirksamkeit

Fr, 15.11.2019
Einer Studie des Informationsanbieter IQVIA nach ist in diesem Jahr mit noch erheblicheren Einsparungen durch das AMNOG zu rechnen, als in den vorangegangenen Jahren. 

Das sogenannte Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) trat am ersten Januar 2011 in Kraft, um die rasant steigenden Kosten der Krankenkassen für innovative Medikamente zu senken und für einen gesunden Wettbewerb zwischen den forschenden Pharmakonzernen zu sorgen. Ziel war eine neue Balance zwischen Innovation und Bezahlbarkeit und eine Einsparung von insgesamt zwei Milliarden Euro pro Jahr. Dieses Ziel wurde durch das AMNOG 2018 das erste Mal voll und ganz erreicht.

Der Studie nach stiegen die Einsparungen durch Erstattungsbeträge im ersten Halbjahr 2019 auf ein Rekordhoch von 1,455 Milliarden Euro. Die Marke von drei Milliarden Euro rückt somit für das gesamte Jahr in Sichtweite. Würde diese erreicht, so entspräche dies einer Steigerung der Einsparungen um 700 Millionen Euro im Vergleich zu 2018 und sogar einer Verdoppelung verglichen mit dem Jahr 2017 (1,57 Milliarden Euro). 

Dabei werden 60% der Einsparungen (1,4 Milliarden Euro) von lediglich fünf Arzneimittelkategorien verursacht, unter anderem von antineoplastischen Proteasehemmern, Multiple Sklerose Medikamenten und Antidiabetika. Diese hatten, obwohl sie nur 3% der gesamten abgegeben Medikamente an GKV-Patienten ausmachen, einen Anteil von 22% am Gesamtumsatz aller Präparate, die das AMNOG-Verfahren durchliefen (August 2018 – Juli 2019). Weiterer großer Kostenpunkt waren die Biopharmazeutika mit einem Anteil von 28% am Gesamtumsatz, respektive 9% der Gesamtzahl der abgegebenen Packungen.

Mit Hilfe der strategischen Unterstützung der SKC Beratungsgesellschaft haben bereits zahlreiche äußerst innovative Arzneimittel den AMNOG-Marktzugang gemeistert. Als Experten begleiten wir unsere Klienten vor allem bei den Themen Nutzendossier und -bewertung, Marktverständnis, Strategisches Pricing und Stakeholder Management.

Von Prof. Dr. Matthias P. Schönermark und Sebastian Marben

Quellen:
Ärztezeitung.de: AMNOG Rabatte stark gestiegen
Pharmazeutische Zeitung: Das AMNOG wirkt
Statista: Arzneimittelausgaben GKV seit 1999

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