Der Weltgesundheitstag 2021

“Aufbau einer gerechteren, gesünderen Welt”

Di, 13.04.2021
Unter diesem Motto beging die Weltgesundheitsorganisation WHO den diesjährigen Weltgesundheitstag. Seit ihrer Gründung im Jahr 1948 rückt sie jährlich am 07. April ein gesundheitsbezogenes Thema von globaler Relevanz in den öffentlichen Mittelpunkt. Dieses Jahr wurde der Tag besonders stark geprägt durch die weltweite Corona Pandemie und der Frage: „Wie kann Gesundheitsversorgung weltweit gerechter werden?"

Noch nie zuvor hat ein Gesundheitsthema sowohl die Politik, Medien, Wirtschaft, aber auch private Gespräche so sehr bestimmt wie Corona. Die Pandemie hat alle Länder der Welt schwer getroffen und eine Tatsache offengelegt, die bereits zuvor Sorgen bereitet hat: Gesundheit hängt weltweit, aber auch in Deutschland, stark von sozialen Faktoren ab. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) weist darauf hin, dass „globale Gesundheitskrisen bestehende gesundheitliche, soziale und geschlechterbasierte Ungleichheiten verschärfen". Deswegen sei eine flächendeckende und funktionierende Gesundheitsversorgung zur Prävention und Eindämmung von Pandemien umso wichtiger. Der Berliner Physiologe Axel Radlach Pries, Präsident des World Health Summit, sagt dazu, dass „wir angesichts globaler Bedrohungen nur so stark sind wie das schwächste Glied in der Kette" und sieht den Schlüssel zur Verbesserung der globalen Gesundheit in einer besseren internationalen Zusammenarbeit in Medizin und Forschung.

Obwohl die Gesundheitsausgaben in Deutschland im Jahr 2020 laut dem Statistischen Bundesamt bei 425,1 Milliarden Euro (Stand 06.04.2021) lagen und demnach um 3,5 % zum Vorjahr stiegen, sind auch in Deutschland zahlreiche Baustellen hinsichtlich einer gerechten Gesundheitsversorgung vorhanden. Das Robert-Koch-Institut stellte in einem Bericht aus dem Jahr 2019 fest, dass 13 Prozent der Frauen und 27 Prozent der Männer aus niedrigen Einkommensgruppen bereits vor der Vollendung ihres 65. Lebensjahres sterben, wohingegen in höheren Einkommensgruppen lediglich 8 Prozent der Frauen und 14 Prozent der Männer frühzeitig versterben. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weist im März 2021 daraufhin, dass sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen vergleichsweise häufiger mit dem Coronavirus in Kontakt kommen und öfter einen schweren Krankheitsverlauf aufzeigen. Diese Bevölkerungsgruppen leiden verstärkt unter den Corona-Schutzmaßnahmen mit weitreichenden Folgen für ihre Gesundheit. Der aktuelle 6. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von Anfang dieses Jahres zeigt auf, dass die Corona-Pandemie Armut und soziale Ungleichheit weiter verschärfen würde.

Um diese gesundheitlichen Divergenzen zu verringern und ein starkes Public-Health-System aufzubauen, hat das Zukunftsforum Public Health im März 2021 ein Papier dazu veröffentlicht. Auch wir von SKC werden weiterhin durch unsere Expertise und unsere zukunftsbasierte Arbeit den Market Access von Medikamenten unserer Klienten erleichtern, um das globale Ziel einer gerechten Gesundheitsversorgung für alle Menschen zu unterstützten.

Quellen:
  • Das Statement vom Deutschen Ärzteblatt zum Weltgesundheitstag ist hier verlinkt.
  • Weitere Informationen zur Weltgesundheitsorganisation finden Sie auf der Homepage des Weltgesundheitstags.

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Ihre Ansprechpartnerin  Julia Döring
Julia Döring
M. Sc. Wirtschaftswissenschaften
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