Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Nutzererlebnis zu gewährleisten. Wir protokollieren, natürlich streng anonymisiert, Ihr Nutzerverhalten, um für Besucher wichtige Themen zu identifizieren und eventuell auftretende Funktionsfehler zu entdecken. Weitere Informationen und die Widerspruchsoption zum Tracking finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK

Wie integrierte Versorgung wirklich wirkt

Thema: Einsatz selektiver Verträge gem. § 140a SGB V zur besonderen Versorgung ausgewählter Versichertengruppen, Westdeutsches Kopfschmerzzentrum Essen
Klient: Mittelgroße, bundesweit tätige Gesetzliche Krankenversicherung
Anwendungsgebiet: Migräne; chronischer Kopfschmerz

Herausforderung

Viele GKVn haben IV-Verträge abgeschlossen, die sich weder auf die medizinische Qualität der Versorgung bei gleichen Kosten, noch auf die Wirtschaftlichkeit bei gleicher Qualität aus Sicht der Kostenträger positiv ausgewirkt haben. Dass dies auch anders geht, hat SKC im Auftrag einer GKV am Beispiel Migräne in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Essen gezeigt.

Lösung und Ansatz

Erfolgskritische Faktoren wurden bei der Auswahl des Themas und der Umsetzung berücksichtigt.

Dazu zählen für die besondere Versorgung

  • die Auswahl der geeigneten Versicherten,
  • die tiefe Kenntnis der Versorgungs- und Qualitätsprobleme aus der Versorgungsrealität,
  • die Zusammenarbeit mit erfahrenen und erfolgreichen Klinken mit einen besonderen Versorgungskonzept und
  • nicht zuletzt eine geeignete Umsetzungsplanung sowie
  • das kontinuierliche Monitoring von Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsparametern.

Migräne/chronischer Kopfschmerz ist eine Erkrankung, bei der die Patienten über zehn Kopfschmerztage im Monat aufweisen, meist über acht Jahre bis zu einer richtigen Diagnosestellung von Arzt zu Arzt gehen und in der Therapie auf die Versorgung durch Klinken und niedergelassene Fachärzte angewiesen sind unter Einsatz teurer Arzneimittel.

Ein modular aufgebautes Versorgungsprogramm wurde entwickelt, das die gesamte Versorgungskette organisierte und in einem Leistungserbringernetzwerk verband. Ebenfalls modulare Leistungspauschalen, die im Netzwerk verteilt wurden, deckten die Zusatzkosten ab.

Innerhalb eines Zeitraumes von fünf Monaten wurden Leistungen, Organisation, Verträge und Umsetzplan entwickelt und der Launch nach weiteren zwei Monaten durchgeführt.

Mehrwert

Innerhalb weniger Zeit wurden die Rekrutierungsziele erreicht

  • Die Patienten berichteten zu über 60% eine Reduktion der Kopfschmerztage, zu über 60% eine Reduktion der Intensität des Schmerzes. 
  • Die Gesamtkosten der GKV stiegen insgesamt betrachtet geringfügig verglichen mit der Vergleichsgruppe ohne IV.

Nach einem Jahr der Exklusivität für den Klienten traten weitere Krankenkassen dem Vertrag bei, dabei die AOK und die Knappschaft; insgesamt repräsentierten alle teilnehmenden Kassen 50% der regionalen Versichertenpopulation.

Das Projekt wurde als Leuchtturmprojekt mehrfach ausgezeichnet und die Harvard Business School hat diesem Versorgungsansatz einen Business Case gewidmet, der Eingang in die regelmäßige Lehrtätigkeit auch vieler deutscher Universitäten gefunden hat.

nach oben