Digitale Gesundheits­anwendungen - Umsetzung des DiGA-Verzeichnisses verzögert sich

Umsetzung des DiGA-Verzeichnisses verzögert sich

Do, 24.09.2020
Laut offiziellen Aussagen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sollte Ende August das Verzeichnis für Digitale Anwendungen im Gesundheitswesen (DiGA) abrufbar sein. Derzeit ist das Datum der finalen Veröffentlichung jedoch noch ungewiss, da es bereits Mitte September ist und ein Verzeichnis, oder ein Verweis auf ein solches, bisher auf der Internetseite des BfArM nicht verfügbar ist.

Inoffiziellen Meldungen zufolge solle das Verzeichnis nun stattdessen ab der zweiten Hälfte des Septembers online zur Verfügung stehen. Gründe für die Verzögerung oder eine offizielle Erklärung, ab wann konkret das Verzeichnis abrufbar sein wird, wurden von Seiten des BfArM bisher nicht genannt.

Dieses Verzeichnis wird DiGAs auflisten, die bereits das Bewertungsverfahren des BfArM erfolgreich durchlaufen haben und einen positiven Versorgungseffekt nachweisen konnten. Somit wird eine höhere Transparenz sichergestellt sowie die Nutzungspotenziale systematisch und nachvollziehbar dargestellt. Außerdem wird sich durch das Fast-Track-Verfahren auch eine schnellere Integration in die deutsche Versorgungsrealität erhofft. Angaben über den Hersteller, die Produktbezeichnung und die eindeutige DiGA-Verzeichnisnummer sind nur einige Informationen, die in diesem Verzeichnis enthalten sein werden. Weitere Angaben sind zu erwarten, die den Patienten bei der zielgerichteten und individuellen Auswahl der DiGA unterstützen oder einen Vergleich verschiedener digitaler Gesundheitsanwendungen ermöglichen werden.

Die Neuheit des DiGA-Verfahrens wird in Zukunft erwartungsgemäß weitere agile Veränderungen auslösen und stellt einen neuen Leistungsbereich für das deutsche Gesundheitssystem dar. SKC verfolgt die weiteren Entwicklungen des Fast-Track-Verfahrens engmaschig und steht DiGA-Herstellern als kompetenter und verlässlicher Partner zu Themen rund um die Beurteilung der Erstattungsfähigkeit, Nutzenbewertung, sowie der Entwicklung von Erstattungs- und Preisverhandlungsstrategien von digitalen Applikationen zur Verfügung.

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Sebastian Marben
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