Erfolgreicher Marktzugang für Onkologika

SKCs Top 5 Essentials

Di, 16.01.2024
Die Onkologie ist mit etwa 40% das am häufigsten bewertete Anwendungsgebiet aller AMNOG Verfahren. Erfolg und Misserfolg können daher anhand diverser Beispiele abgeleitet und in die eigene Strategie miteingebracht werden. Ein Selbstläufer ist der erfolgreiche HTA-Prozess und Marktzugang dennoch keinesfalls – im Gegenteil.

Der Begriff Onkologika bezeichnet alle Arzneimittel, die zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden. Das Spektrum ist hier allerdings sowohl in der Erkrankung als auch der Medikation extrem breit und divers. Die einzelnen Indikationen umfassen die eher milden Formen mit vielen Therapieoptionen, die austherapierten Situationen ohne weitere Option und ohne realistische Überlebenschance sowie die seltenen onkologischen Erkrankungen. Gleichzeitig reicht die Spannbreite der Arzneimittel von eher generalistischen und vergleichsweise simpleren Ansätzen wie etwa Platin-basierte Therapien über meist effektivere Immuntherapien bis hin zu innovativen Gentherapien, wie etwa der CAR-T-Zelltherapie.

In Bezug auf den Marktzugang in Deutschland über das AMNOG-Verfahren ist es demnach entscheidend, die richtigen Schlüsse auf Basis der Erkenntnisse aus den passenden Verfahren zu ziehen, oder argumentativ zu verwerfen. Doch alleine der Blick in die Vergangenheit reicht nicht aus. Zum einen ist die Onkologie ein sehr dynamisches Feld mit vielen innovativen Entwicklungen. Bereits frühzeitig muss die veränderte (Wettbewerbs-)Situation zum anvisierten Zeitpunkt des HTA-Prozesses und der Preisverhandlungen antizipiert und für die Entwicklung einer erfolgreichen Market Access Strategie berücksichtigt werden. Zusätzlich zur therapeutischen Entwicklung in der jeweiligen onkologischen Indikation muss die übergreifende Entwicklung des Systems engmaschig monitoriert und auf die potenziellen Implikationen etwa auf die HTA-Bewertung und Preisverhandlung geprüft werden. Unvorhergesehene Überraschungen sind hier unerwünscht.

Dazu stehen die Onkologika insbesondere in den aktuellen und kommenden Zeiten unter besonderer Beobachtung: In der schwierigen Finanzlage der deutschen Krankenversicherung seien die Onkologika hier als besonders kostentreibend herauszustellen, etwa durch Kombinationen oder vermeintliche Schrittinnovationen. Diese in Teilen subjektive und doch klare Position sowie die unterschiedliche Sichtweise aller weiteren Stakeholder muss bei der Preissetzung und der Entwicklung einer Verhandlungsstrategie zwingend berücksichtigt werden.

Um gemeinsam erfolgreich zu sein, d.h. den gewünschten Erstattungspreis zu erreichen und so vielen Betroffenen wie möglich mit dem Medikament helfen zu können, monitoriert und analysiert SKC kontinuierlich die AMNOG-Verfahren und Preisverhandlungen der Onkologika und lässt alle Erkenntnisse direkt in die strategische Beratung der Klienten einfließen.

Quellen:

Über den Autor

Ihr Ansprechpartner Dr. rer. nat. Ingo Hantke
Dr. rer. nat. Ingo Hantke
M. Sc. Life Science
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Fax: +49 511 64 68 14 – 18

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